Motten im Teppich: erkennen, bekämpfen, vorbeugen
Bei Motten im Teppich saugen Sie zuerst gründlich, auch die Rückseite und den Boden darunter, und entsorgen den Beutel sofort. Lavendel hält höchstens einzelne Falter fern, Essig eignet sich nur zum Abwischen von Flächen. Eier und Larven im Grundgewebe entfernt am zuverlässigsten eine vollständige Wäsche. Danach schützt ein Mottenschutz den Teppich etwa zwei bis drei Jahre.

Woran Sie Motten im Teppich erkennen
Die Motten, die Sie fliegen sehen, richten keinen Schaden an. Es sind ihre Larven, die Wolle und Seide fressen. Achten Sie auf diese Zeichen:
- Kahle Stellen: Der Flor ist stellenweise bis auf das Grundgewebe abgefressen, manchmal in einer Farbe des Musters zuerst.
- Gespinste: Feine, weiße Fäden oder kleine Röhrchen im Flor, in denen die Larven leben.
- Larven: Bis etwa 1 cm lang, weißlich, mit dunklerem Kopf. Sie meiden Licht und sitzen tief im Flor oder auf der Rückseite.
- Krümel: Feine Kotkrümel in der Farbe der gefressenen Wolle, die beim Saugen auffallen.
- Falter: Klein, gelblich-golden glänzend, eher laufend als fliegend, meist in dunklen Ecken.
Sehen Sie dort nach, wo der Teppich selten bewegt wird: unter Sofa, Bett und Schrank, an den Rändern und auf der Rückseite. Schlagen Sie den Teppich um und drücken Sie den Flor mit den Fingern auseinander. Was oben noch dicht aussieht, ist am Knotengrund manchmal schon angefressen.

Teppichmotte oder Kleidermotte?
„Teppichmotten“ nennt man im Alltag alle Motten im Teppich. In Wohnungen ist es fast immer die Kleidermotte. Die eigentliche Teppichmotte ist bei uns selten geworden. Für Ihren Teppich ist der Unterschied unwichtig: Die Larven beider Arten fressen Wolle, Seide, Fell und Federn. Teppiche aus reiner Kunstfaser sind selten betroffen.
Finden Sie kleine, braune und behaarte Larven statt weißlicher, sind es eher Teppichkäfer. Wie Sie die beiden unterscheiden, steht im Ratgeber Larven im Teppich: Mottenlarve oder Teppichkäfer?
Was tun bei Motten im Teppich? Die ersten Schritte
- Absuchen und fotografieren. Drehen Sie den Teppich um und notieren Sie, wo Fraßstellen, Gespinste oder Larven sind. Die Fotos helfen später bei der Einschätzung.
- Gründlich saugen. Vorder- und Rückseite, den Boden unter dem Teppich, Fußleisten und Ritzen. Den Beutel oder Behälter danach sofort außerhalb der Wohnung entsorgen.
- Ausklopfen und lüften. Licht und Bewegung mögen Larven nicht. Kleine Teppiche können Sie draußen ausklopfen, große zumindest aufrollen und den Platz darunter reinigen.
- Den Boden wischen. Glatte Böden unter dem Teppich feucht wischen, gern mit etwas Essigwasser. Den Teppich selbst bitte nicht.
- Nichts einlagern. Einen befallenen Teppich nicht ungewaschen einrollen, in den Keller stellen oder auf andere Teppiche legen. So wandern die Larven mit.
- Weitere Wollsachen prüfen. Andere Teppiche, Wollkleidung, Decken und Polster mit Naturfasern im selben Raum.
Diese Schritte bremsen den Befall, beenden ihn aber selten. Eier und junge Larven sitzen tief zwischen den Knoten, wo kein Staubsauger hinkommt.
Hausmittel gegen Motten im Teppich: Was wirklich hilft
| Mittel | Was es bewirkt | Für den Teppich |
|---|---|---|
| Saugen und Ausklopfen | Entfernt viele Larven, Eier und Gespinste, aber nicht alle aus dem Grundgewebe | Sofort und regelmäßig, auch unter Möbeln |
| Essig | Reinigt glatte Flächen, erreicht die Larven im Teppich kaum | Nicht auf den Teppich: Die Nässe kann Ränder hinterlassen |
| Lavendel, Zedernholz | Der Duft hält einzelne Falter eher fern, Eier und Larven stört er nicht; er lässt schnell nach | Höchstens zur Vorbeugung, nicht gegen Befall |
| Schlupfwespen | Winzige Nützlinge, die Motteneier befallen; sie werden über mehrere Monate alle paar Wochen neu ausgebracht | Sinnvolle Ergänzung im Raum, gegen fressende Larven wirken sie nicht |
| Pheromonfallen | Locken männliche Falter an und zeigen, ob noch Motten da sind | Zur Kontrolle, nicht zur Bekämpfung |
| Dampfreiniger, Hitze | Hitze tötet Larven, kann aber Wolle verfilzen, den Teppich schrumpfen und Farben auslaufen lassen | Nicht bei handgeknüpften Teppichen und Seide |
| Kälte | Kleidung wird oft für mehrere Tage eingefroren | Für einen Teppich kaum machbar |
| Mottenspray | Wirkt vor allem an der Oberfläche, erreicht das Grundgewebe ungleichmäßig | Nur nach Gebrauchsanweisung und nach einem Test an verdeckter Stelle, nie auf Seide |
Kurz gesagt: Hausmittel helfen beim Vorbeugen und Eindämmen. Einen bestehenden Befall in einem Wollteppich beenden sie selten.
Wann der Teppich in die Fachwäsche gehört
- Sie finden Larven oder Gespinste im Flor.
- Es gibt kahle Stellen, an denen der Flor fehlt.
- Der Teppich ist handgeknüpft, aus Seide oder antik.
- Er lag lange unter Möbeln oder eingerollt im Keller.
- Die Motten kommen trotz Saugen immer wieder.
Bei der Entmottungswäsche waschen wir den ganzen Teppich von beiden Seiten bis in den Knotengrund. So entfernen wir Eier, Larven und Gespinste auch dort, wo noch kein Schaden zu sehen ist. Nach dem Trocknen behandeln wir ihn auf Wunsch mit einem Mottenschutz, der etwa zwei bis drei Jahre hält. Ablauf und Preise stehen unter Teppich entmotten lassen.
Ehrlich gesagt: Sitzen die Motten auch in Kleidung, Polstern oder Dämmung, hilft die Wäsche des Teppichs allein nicht. Dann lohnt sich ein Fachbetrieb für Schädlingsbekämpfung für die Wohnung. Um den Teppich kümmern wir uns.
Mottenfraß: Was sich retten lässt
Haben die Larven nur den Flor gefressen und ist das Grundgewebe noch fest, knüpfen wir die Stelle in unserer Werkstatt nach, mit Wolle in passender Farbe. Sind auch Kett- oder Schussfäden durchgefressen, ziehen wir zuerst neue Fäden ein und knüpfen dann den Flor darauf. Den Preis nennen wir vorher in einem Kostenvoranschlag. Je früher, desto kleiner die Reparatur. Mehr unter Teppichreparatur.

Wann ist Mottenzeit?
Die Falter fliegen vor allem im Frühjahr, im April und Mai, und im Spätsommer, im August und September. In beheizten Wohnungen gibt es Motten aber das ganze Jahr, und die Larven fressen auch im Winter. Den Schaden bemerken viele erst, wenn sie Möbel verrücken oder den Teppich umdrehen.
So beugen Sie Motten im Teppich vor
- Saugen Sie auch unter Möbeln regelmäßig. Motten mögen keine Störung.
- Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr und verrücken Sie ab und zu die Möbel darauf.
- Lagern Sie Teppiche nur gewaschen, gerollt und in atmungsaktivem Stoff, nie in Plastikfolie. Mehr unter Teppich einlagern.
- Lassen Sie Wollteppiche alle drei bis fünf Jahre waschen und dabei mit Mottenschutz behandeln.
- Achten Sie auf Wollkleidung und Decken im selben Raum, denn Motten wandern.